PSK Stuttgart-Esslingen

 

Coronainformationen

Untenstehend finden Sie Informationen und Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Corona im Bezug auf den Pferdesport

Auszug aus St.Georg. Link zum vollständigen Artikel ist angehängt:

Baden Württemberg: Erlass nicht mehr gültig?

Im „Ländle“ durften dank der Verordnung vom 10. April 2020 Spitzen- und Profisportler unter bestimmten Auflagen wieder trainieren. Der Berufsreiterverband gab jedoch am heutigen 23. April bekannt, dass dieser Erlass nicht weiter gültig sei. Weitere Informationen gibt es noch nicht. Gerhard Ziegler, Präsident des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg, hat sich am 20.04. mit einem Brief an die Ministerin Susanne Eisenmann für die Wiederaufnahme von Reitunterricht eingesetzt.

https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/corona-lockerung-wie-haelt-es-bundesland-reitunterricht/

 

Deutsche Reiterliche Vereinigung vom 21.4.2020:

Coronavirus: Wiederaufnahme des Reitunterrichts inVereinen und Betriebenan Tag X Das verantwortungsbewusste Schulpferdemanagement in der ReitschuleIn Deutschland haben laut Sportentwicklungsbericht Pferdesport der Deutschen Sport-hochschule Kölnrund 4.000 Vereine 34.100 Schulpferde/-ponys und zusätzlich über 2.600 Betriebe 30.800 Schulpferde/-ponys. Sie bilden das starke Fundament des organisierten Pferdesports. Nur auf dieser Basis sindNachwuchsarbeit, Sportentwicklung und generell der Pferdesport in Deutschland möglich. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) steht ausdrücklich zum bestmöglichen verantwortungsvollen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie und der gesamtgesell-schaftlichen Verantwortung in diesen schweren Zeiten. Dabei giltes aber auch, die mit der Krise einhergehenden wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Die Einnahmen der Reitschulen sind mit Beginn der Krise in Gänze weggebrochen, im Gegenzug laufen die Kosten für die Versorgung und Unterbringung der Schulpferde/-ponys aber unverän-dert weiter.Aus Sicht der FN muss der Reitunterricht so schnell wie möglich wieder auf-genommen werden, um die Existenz der Vereine und Betriebe zu sichernselbstver-ständlich unter Einhaltung der geltenden Hygiene-und Infektionsschutzmaßnahmen.Derzeit ist nicht abzusehen, wann die Wiederaufnahme des Reitunterrichts bundes-weit möglich ist. Mit diesem Papier gibt die FN Vereinen und Betrieben aber Tipps und Hilfestellung, wie sie sich bestmöglich auf den Tag X vorbereiten können.Die nachfolgenden Punkte sind Hinweise, wie der Reitunterrichtin kleinen Gruppensobald er wieder erlaubt ist auch in Corona-Zeiten stattfinden kann,ohnedassdas Virus weiter verbreitet wird. Damittreten die FN und ihre Landesverbände an die politischen Entschei-dungsträger auf Bundes-und Landesebene heran, um auch dort entsprechende Unter-stützung zu erhalten. Allgemeines:Die geltenden behördlichenHygiene-und Infektionsschutzvorgabensindeinzuhalten.Diese Vorgabenmüssen kommuniziert und einverantwortlicher Ansprechpartnerfür den Infektionsschutzbestimmt werden. Diese Person soll Ansprechpartner für Behör-den und Reitschüler sein. Die Trainer/Reitlehrer unterstützen die Einhaltung der Re-geln aktiv. Sanitäranlagen: ausreichend Möglichkeiten Hände mit Seife zu waschen, Papier-handtücher und, sofern beziehbar, Handdesinfektionsmittel stehen zur Verfügung.Personen mit Krankheitssymptomenvon Corona oder anderen ansteckenden Erkran-kungendürfen die Pferdesportanlagen nicht betreten.Die Anwesenheitszeiten der Reitschüler sowie der Mitarbeiter/Helfer sind auf ein Min-destmaß zu reduzierenund zu dokumentieren. Eine sinnvolle Wegeführung auf der Reitanlage zur Einhaltung des Mindestabstands in allen Situationen ist zu gewährleisten.

Die behördlichen Hygiene-und Infektionsschutzvorgaben (z.B. Abstandsregelungen)gelten auch im Stallbereich.Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen,Schmiedebesuchen und weiteren pfer-debezogenen Dienstleistungen (z.B. Sattler, Physiotherapeuten, Futtermittellieferan-ten) unterliegen der Koordination des Betriebsleiters/verantwortlichen Vereinsvertre-ters.Die Aufenthalts-/Sozialräume sind geschlossenzu halten oder auf eine den behördli-chen Vorgaben entsprechende Anzahl zu beschränken. Die Öffnung einer etwaigen Gastronomie richtet sich nach den allgemeinen behördli-chen Vorgaben. Während der Fütterungszeiten und ggf. der Entmistung der Pferdeboxen darf zum Schutze des Personals, und um den Ablauf beim Füttern nicht zu stören, der jeweilige Stalltraktvon Einstallern, Reitschülern, etc. nicht betreten werden.Altersfestsetzung:Reitschüler müssen die Notwendigkeit der Hygiene-und Infektionsschutzmaßnahmen verstehen und diese bereits in den vergangenen Wochen der Corona-Zeit für sich im eigenen Umfeld verinnerlicht haben.Etwaige besondere Vorgaben örtlicherBehörden sind zu berücksichtigen.Umgang mit Risikogruppen:Reitschüler, die aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen wie z.B. Vorerkran-kungen oderAllergien mit asthmatischen Beeinträchtigungen zur Corona-Risikogruppe zählen, können nicht in allgemeine Reitgruppen integriert werden. Für sie müssen individuelle Lösungen/Einzelunterricht mit entsprechenden Zeitfenstern gefunden werden oder generell zu einem späteren Zeitpunkt begonnen werden. Anmeldung zuden Reitstunden/Abrechnung:Um den persönlichen Kontakt zu vermeiden, sind telefonische/elektronische Anmel-dungen zu nutzen.Gleiches gilt für die Abrechnung: Rechnungsstel-lung/Lastschriftverfahren sind zu nutzen. Etwaige 10er-Karten sind vom Reitschüler eigenständig zu führen.Vorbereiten und Abpflegen der Pferde:Reitschüler sollten fertig ausgerüstet/umgezogenauf die Anlage kommen.Unmittelbar nach dem Betreten der Anlage ist auf direktem Wege der Sanitärbereich aufzusuchen und sich entsprechend gründlich die Hände zu waschen und ggf. zu desinfizieren, bevor weitere Gegenstände wie z.B. Putzzeug etc. angefasst werden können.Einweghandtücher sind zu benutzen. Aufgrund derVerpflichtung zurbestmöglichen Minimierung der Personenkontakte auf der Reitanlage, können Eltern sofern ausreichend geeignetes Beaufsichtigungsper-sonal vorhanden ist gebeten werden, diese nicht zu betreten. Durch Gruppeneinteilung und vorgegebene Zeitfenster kommen nur dieselben Reit-schüler zusammen, dies wird dokumentiert.Eine verantwortliche Person des Vereins/Betriebs sollte die Einhaltung der Hygiene-und Infektionsschutzvorgabenbei der Vorbereitungund Pflegeder Pferde am Stall beaufsichtigen bzw. Tipps und Hinweise geben. Hier istein solidarisches Miteinander besonderswichtig.

Putzplätze auf der Anlage müssen „entzerrt“ werden, sodass ausreichend Platz zwi-schen den Reitschülern ist. Eventuellmüssendraußen Anbindeplätze eingerichtetoder aufgebaut werden.Im Eingangsbereich zu den Stallungensollten zusätzliche Spender mit Handdesinfek-tionsmittelnangebracht werden, sofern verfügbar. Sofern Reitschüler beim Vorbereiten und Abpflegen des Pferdes Hilfe benötigen, ob-liegt es dem Trainer/Reitlehrer, diese gemäß behördlicher Kontaktvorgaben mit mög-lichst geringer Helferzahl sicherzustellen. Im besten Fall übernimmt der Reitleh-rer/Trainer oder die verantwortliche Person des Vereins/Betriebs dieVorbereitung des Pferdes.Betreten der Sattelkammern nur nacheinander und mit entsprechendem Abstand.Das Tragen eines Mundschutzesbeim Aufenthalt im Stall, in den Sattelkammern, auf den Stallgassen und an den Sanitärräumen richtet sich nach behördlichen Vorga-ben/Empfehlungen. Für jedes Schulpferd ist eigenes Putzzeug zu benutzen und nach der Benutzung zu reinigen und ggf. zu desinfizieren.Nach dem Abpflegender Pferde ist wiederum der Sanitärbereich aufzusuchen und sich abermals gründlich die Hände zu waschen sowie ggf. zu desinfizieren, bevor der Heimweg angetreten wird.Reitunterricht:Im Gegensatz zur Phase der Notbewegung ist aktive Unterrichtserteilung möglich. Der Reitlehrer/Trainerkann pro 200m² Reitfläche einen Reitschüler unterrichten (vier Pferde bei 20x40m Platz, sechs Pferde bei 20x60m Platz ggf. auf größeren Außen-plätzen mehr Pferde). Vorgegebene Abstände zwischen den Reitschülern (Pferden) und dem Reitlehrer/Trainer sind einzuhalten.Eine Reitgruppe muss erst die Reitbahnverlassen haben, bevor die nächste diese betritt.Es werden Anwesenheitszeiten vorgegeben, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall/auf der Reitanlage befinden, zu minimieren.Der Betriebsleiter/verantwortliche Vereinsvertreter muss diese dokumentieren.Die einzelnen Pferde müssen nachweislich den Reitern zugeordnet werden. Dies ist ebenfalls zu dokumentieren.Die Anzahl der Helfer z.B. beim Springen ist auf eine Person zu begrenzen.

 

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